bozke entsteht aus der idee, dass objekte mehr tun und auch mehr sein können.
ursprung
bozke begann, als ich verstand, dass technologie für sich allein nicht die zukunft von objekten und räumen bestimmen sollte.
jahrelang dachte ich über intelligente objekte nach: automatisierung, sensoren, ki. all das konnte einen raum besser funktionieren lassen, aber nicht unbedingt dafür sorgen, dass er sich anders anfühlt.
technologie kann variablen kontrollieren. aber kontrolle bedeutet nicht immer transformation.
die frage war nicht mehr: was kann ein objekt noch tun?, sondern wurde zu:
was kann es auslösen?
ich beobachtete die dinge, die wirklich verändern, wie wir räume bewohnen: ästhetik, volumen, licht, luft, materialien, farben, texturen. details, die oft als selbstverständlich gelten, aber das gefühl eines ortes vollständig verändern können.
da verstand ich, dass design nicht hinter der technologie zurückbleiben durfte. es musste sich einer breiteren praxis öffnen, in der verschiedene disziplinen erlauben, das objekt aus mehreren blickwinkeln zu betrachten: wie es aussieht, wie es genutzt wird, wie es sich anfühlt, wie es bestand hat und wie es auf den körper wirkt.
aus dieser praxis entstand das, was ich materielle intelligenz nannte: eine art des schaffens aus der interaktion zwischen materie, licht und wahrnehmung.
durch diese materielle intelligenz kann licht kuratiert werden: nicht über eine app und nicht über eine digitale farbmischung, sondern durch optik, kolorimetrie und materialien, die fähig sind, licht zu verwandeln, während es sie durchdringt: glas, harz, pigmente, texturen, transparenzen.
aus dieser erkundung begann das objekt, seinen maßstab zu verändern.
es war nicht mehr nur ein stück innerhalb eines raumes. es konnte sich auch wie eine wandelbare lichtinstallation verhalten.
eine form, chromatische atmosphären zu erzeugen, ohne den ort neu aufzubauen.
eine struktur, die fähig ist, nutzung aufzunehmen, licht zu verändern, mit luft zu interagieren und sich mit der zeit zu transformieren.
so begann sich polyfunktionalität zu formen.
nicht als anhäufung von funktionen, sondern als eine struktur, in der jede funktion in beziehung zu den anderen entsteht.
enthalten, beleuchten und reinigen entwickeln sich im dialog.
bozke existiert, um diese möglichkeit zu erforschen: objekte zu schaffen, die nicht nur in einem raum funktionieren, sondern verändern, wie es sich anfühlt, dort zu sein.
ein artefakt sollte sich nicht auf eine einzige funktion, einen einzigen sinn oder eine einzige interpretation beschränken.
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